Auf diese sechs Typen von Besuchern musst du dich in den ersten Wochen nach Geburt des Babys einstellen – inklusive Nervfaktor - Big Papa Blog
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Baby Besuch Vier Männer und eine Frau nur Körper stehen frontal zur Kamera

Auf diese sechs Typen von Besuchern musst du dich in den ersten Wochen nach Geburt des Babys einstellen – inklusive Nervfaktor

Meistens noch während des Wochenbetts wird eure Bude zum Taubenschlag. Besuch ohne Ende. Ihr seid plötzlich so angesagt wie Teenager, deren Eltern gerade im Urlaub sind. Nur dass ihr keine sturmfreie Bude habt sondern stattdessen einen neuen Mitbewohner, der laut ist, gefüttert werden muss, keine Miete zahlt und seinen Schließmuskel nicht unter Kontrolle hat.

Aber ernsthaft, es ist ja auch schön und man freut sich ja auch, dass so viele Menschen das Baby sehen wollen. Man ist ja auch selber ein bisschen stolz (sofern das Baby nicht aussieht wie ein zerquetschter Knete-Ball) und zeigt das kleine Ding gerne her.

Ihr werdet sehen, dass sich die Besucher stark unterscheiden. Und zwar sowohl was die persönliche Präferenz angeht, als auch den Nervfaktor. Basierend auf meinen eigenen Erfahrungen habe ich die Besucher in sechs Kategorien eingeteilt.

Zu Besuch kommen sechs verschiedene Arten von Menschen
Sechs Typen von Menschen kommen zu Besuch

Die Familie

Als erstes: die Unvermeidlichen. Völlig egal, wie ihr das findet. Oma, Opa, Tanten und Onkel und wahrscheinlich noch ein paar andere Verwandte werden kommen und Baby schauen. Fast immer sind sie die ersten Besucher. Das ist so und da könnt ihr euch auch nicht gegen wehren. Die gute Nachricht: meistens ist das ein angenehmer Besuch. Auf der einen Seite, weil sie sich fast immer ehrlich für dich mitfreuen. Auf der anderen Seite, weil du sie allesamt gut kennst und entsprechend ziemlich genau vorher einschätzen kannst, wie der Besuch wird.

Nervfaktor: 2 von 10 weil sie doch eigentlich alle so nett sind und Blut dicker als Wasser ist und so

Die Kinderlieben

Folgendes wird dir so oder so ähnlich einige Tage nach der Geburt passieren.

Telefon klingelt. „Ja hallo, hier ist die Birgit! Ich habe gehört, ihr seid jetzt Eltern. Ich komme morgen vorbei!“ Und aufgelegt.

Fuck, wer war das nochmal? Ach ja, diese Tante vom Kletterkurs die man seit Äonen schon nicht mehr gesehen hat.

Am Tag drauf kommt Birgit dann an, drückt dir ihre Jacke in die Hand, grabscht während sie sowas sagt wie „ach wie süß! Darf ich mal?“ nach dem Baby und ist ab dann in Trance. Du merkst, sie ist nicht wegen dir da. Du interessierst sie gar nicht. Eigentlich wäre es am schönsten, wenn du jetzt gehen würdest.

Ein Geschenk hat sie auch dabei. Natürlich etwas ganz süßes zum Anziehen für das Baby. Kaffee nimmt sie gerne aber bitte nicht zu viel quatschen.

Die Kinderlieben gibt es immer. Auch ihnen kannst du nur schwer entkommen. Es sei denn du sagst eiskalt, dass sie nicht kommen dürfen. Aber bist du wirklich so herzlos?

Nervfaktor: 4 von 10  – wenn du mal verstanden hast, dass sie nichts außer Baby brauchen und vor allem dir das Kind für einige Stunden abnehmen, kann man die Kinderlieben eigentlich ganz gut nutzen, um mal ein paar To-Dos zu schaffen.

Die Pflichtbesucher

Das genaue Gegenteil sind von den Kinderlieben sind die Pflichtbesucher. Sie sind Freunde von dir aber können mir Kindern eigentlich nichts anfangen. Sie melden sich normalerweise so in der Woche nach der Geburt, um einen Termin auszumachen. Du merkst, dass es Pflichtbesucher weil sie ständig betonen, dass es kein Problem ist, wenn ihr noch Zeit für euch braucht um „anzukommen“ und es erstmal nichts mit dem Treffen wird.

Wenn sie da sind wird es ein bisschen seltsam. Pflichtbesucher tendieren dazu zu denken, dass du nur noch über das Kind reden möchtest und stellen entsprechend nur Fragen rund um Kind und Geburt wobei man merkt, dass es sie überhaupt nicht interessiert. Nach quälenden 1-2 Stunden verweisen sie dann auf andere Termine oder dass sie euch nicht mehr „belästigen“ wollen und gehen wieder. Danach hört man erstmal ziemlich lange nichts mehr von ihnen.

Nervfaktor :7 von 10 – sie sind nicht lange da aber die Zeit mit ihnen zieht sich wie Kaugummi

Die Unterstützer

Sie sind einfach die Besten. Und leider verdammt selten. Sie kommen an mit Essen im Gepäck. Irgendwas vorgekochtes aber extrem leckeres. Sobald sie da sind, sind sie auch schon am machen. Sie räumen auf, kochen Kaffee, waschen ab während sie sich mit dir unterhalten. Mit unnützen Geschenken halten sie sich gar nicht erst auf. Stattdessen gibt es echtes Interesse und wertvolle Hilfe. Häufig sind es selbst Eltern oder Familienmitglieder. Manchmal aber auch einfach nur extrem emphatische Menschen. Die Zeit mit ihnen vergeht wie im Flug und wenn sie gehen möchte man sie anflehen noch ein bisschen zu bleiben,

Nervfaktor: 1 von 10 – die nerven natürlich gar nicht!

Die Gutsherren

Sie sind zu Gast. Und nur darum geht es. Als Gast muss man nichts machen, man wird bedient. Die Gutsherren sind schon eine ziemlich seltsame Spezies. Sie kommen in die Wohnung, setzen sich an den Tisch und schauen dich erwartungsvoll an. Sie hätten ja schon gerne einen Kaffee. Und Kuchen wäre auch nicht schlecht.  Das Baby schreit gerade, weil es Hunger hat und alles vollgeschissen hat? Egal! Die Mutter liegt noch im Wochenbett? Na für die Stunde kann sie ja wohl aufstehen und mithelfen. Denn sie haben jetzt fertig gegessen und der Tisch könnte mal aufgeräumt werden. Man möchte ihnen den Hals umdrehen. Wenn sie gehen braucht man Urlaub. Und einen nächsten Besuch gibt es frühestens in 2 Jahren.

Ich hoffe sehr für euch, dass ihr keine Gutsherren in der Familie habt. Denn dann wird es garantiert unangenehm.

Nervfaktor: 10 von 10 – schlimmer geht’s nicht. Am besten den Kaffee versauen und den glutenfreien Kuchen auftischen damit sie nie wieder kommen

Die Saufbrüder

Das sind deine Boys, deine Jungs, deine Gang. Sie interessieren sich nicht wirklich für das Kind. Aber die Geburt ist doch eine Super-Gelegenheit, um sich mal wieder gepflegt aus dem Leben zu schießen. Aber sie sind ja gut erzogen. Sie kommen natürlich unter dem Vorwand das Baby zu sehen. Zum Anstoßen haben sie dann aber keinen Prosecco sondern Schnaps oder eine Irish Car Bomb dabei.

Ein paar Stunden später hängst du mit ihnen in irgendeiner Kneipe ab und grölst irgendwas. Kurz ist wieder alles so wie früher und das fühlt sich ziemlich gut an. Die Jungs sind einfach die besten.

Nervfaktor :2 von 10 – Sie selber nerven null aber je nach Partnerin kann auf den Besuch noch etwas folgen.

Sei schlau, mach einen Besucher-Plan

Das sind die sechs Kategorien, in denen sich zumindest meine Besucher einteilen lassen können. Ich würde dir raten schon im Vorfeld zu versuchen einzuschätzen, wer in welche Kategorie gehört und die Besuche entsprechend zu planen. Zum Beispiel könnte man die Kinderlieben mit den Pflichtbesuchern zusammenpacken. Das wäre quasi eine win-win-win Situation.

Aber egal wer kommt und wie nervig der Besuch ist: ein bisschen schön ist es schon auf einmal wieder so viel Besuch zu haben.

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